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ROBEL übergibt Rutschenwagen und Schienenmanipulator an DB Bahnbau

30.09.11  

Leistungsstarkes und sicheres Transport- & Ladesystem

ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH übergab im Rahmen Ihrer Leistungsschau einen Rutschenwagen mit Schienenmanipulator an die DB Bahnbau Gruppe GmbH.

Bei dieser ersten von zwei bestellten Ladeeinheiten für die Schienenzug-Ladeeinrichtung 40.61 handelt es sich um eine Ersatzbeschaffung des Kunden. Die neuen Einheiten haben zudem eine höhere Leistungsfähigkeit als die zu ersetzenden Modelle.

Sicher & umweltfreundlich

Die in den neuen Einheiten verwendeten Motoren erfüllen bereits jetzt die Abgasnorm III B. Darüber hinaus verfügen sie über eine zusätzliche Kippsicherung, die die Schiene speziell in engen Bögen während des Abladevorgangs führt und sie gegen Kippen sichert.

Gute Zusammenarbeit mit DB Bahnbaugruppe

Erwin Stocker, Geschäftsführer der Firma ROBEL, bedankte sich bei Herrn Dr. Martin Werner, dem Sprecher der Geschäftsführung der DB Bahnbau Gruppe, für dessen Besuch der Leistungsschau. Herr Stocker betonte die langjährige gute Zusammenarbeit der beiden Unternehmen und führte dies in erster Linie auf die Qualität der Produkte zurück.

Für die DB Bahnbau Gruppe drückte Herr Dr. Werner große Freude über die neue Maschine aus. Man freue sich bereits auf die ersten Einsätze damit, denn schließlich sei es seinem Unternehmen gelungen rund die Hälfte der Netzaufträge in Deutschland zu erhalten. Herr Dr. Werner hob den Arbeitsschutz hervor, dem bei dieser Maschine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Auch er dankte für die gute Zusammenarbeit und bezeichnete ROBEL als verlässlichen Partner.

Schienen transportieren - aber richtig!

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schienen beim Transport zur Gleisbaustelle rund 15 Tonnen wiegen und bis zu 240 Meter lang sind. An der Baustelle müssen sie ebenso schnell wie exakt und vorsichtig abgelegt werden. Falsch behandelt, brechen sie, erleiden andere Beschädigungen oder verwinden sich und sind dann vielleicht gar nicht mehr brauchbar. Exakt müssen sie abgelegt werden, denn solch ein Schienenstrang lässt sich nicht ohne weiteres verschieben.

Die Schienenladeeinrichtungen von ROBEL sind anerkanntermaßen die leistungsstärksten und sichersten Ladesysteme, die im deutschen Netz eingesetzt werden. Bei der Ablage oder Aufnahme der Schienen ist es einerlei, ob es sich um eine gerade Strecke oder einen Bogenverlauf bis hinab zu 180 Meter Radius handelt, ob die Schiene im oder neben dem Gleis abgelegt werden. Und sollte tatsächlich einmal eine Langschiene um einige Meter falsch abgelegt worden sein, so kann die Panne durch erneutes Aufnehmen und Ablegen in kurzer Zeit behoben sein.

Die Schienenzug-Ladeeinrichtung von ROBEL kann Langschienen sowohl ab- als auch aufladen. Beim Abladen der Langschienen greifen die Schienenzangen des Schienenmanipulators einzeln die Enden der Schienen, heben sie an und ziehen sie vorwärts. Am nur wenige Meter entfernten Zugende werden die abzuladenden Schienen im Rutschenwagen, der zu jeder Ladeeinheit gehört, in beidseitige, abfallende Kanäle abgelegt. Die Arme greifen erneut zu, nun weiter hinten und schieben die neuen Schienen über patentierte Universal-Rollköpfe in Richtung Gleisbett ab. Eine Lokomotive beginnt zugleich, den Zug abzuziehen. Sobald die Haftreibung– im Gleis oder bevorzugt auf den Schwellenköpfen – gegeben ist, kann die Schienen nach und nach vom Zug zu Boden gleiten. Inzwischen können mit dem Maikäfer schon die nächsten Schienen gegriffen und zum Abladen vorbereitet werden. Doch auch das Schienenende fällt nicht wie früher aus 30 bis 40 Zentimeter Höhe zu Boden, schlägt nicht auf den Schwellen oder im Schotter auf. Es gleitet im Rutschenwagen über gefederte Klappen an den Enden der Rutschen sanft ab. Schonender und gefahrloser kann eine Schiene nicht abgelegt werden.

Beim Aufladen ist dementsprechend sofortige Sicherung wichtig. Um die Langschienen auf die Transporteinheit zu führen, hilft eine Idee: Der Manipulator greift am Zugende die Enden der Altschienen und hebt sie an. Während die Lokomotive die Transporteinheiten langsam voran schiebt, werden die Schienen wiederum in die Rutschen und die Universal-Rollköpfe eingelegt. Nun sieht es für den Beobachter so aus, als stünde der Manipulator still: Er fährt mit genau der Geschwindigkeit auf seinen Schienen rückwärts, wie der gesamte Zug vorwärts und damit unter die aufgenommenen Schienen geschoben wird. So werden die Schienen stets gestreckt gehalten und in den Böcken von den Greifarmen stets über die richtigen Auflagen geführt, bis das Verankerungsgerüst für die Sicherung erreicht ist.

Stetige Verbesserungen

In den letzten Jahren wurden eine Reihe von Verbesserungen an der Maschine vorgenommen, die vor allem zur Sicherheit der Bediener beitragen. So kann der Manipulator nur dann in Betrieb genommen werden, wenn sich die beiden Zutrittstreppen in Transportposition befinden. Der nächste Schritt wird eine weitere Automatisierung der Arbeitsvorgänge sein. Die Reihenauflageböcke können künftig pneumatisch gesteuert werden, die Schienenklemm-Einrichtung hydraulisch. Dadurch müssen die Bediener während der Arbeit nicht mehr die Kabine des Schienenmanipulators verlassen, d.h. es wird sich während des Betriebes niemand auf den Transportwagen aufhalten.

 

 ROBEL übergibt Rutschenwagen und Schienenmanipulator an DB Bahnbau  v.l.n.r.: Hannes Schildbeck (ROBEL, Verkaufsleiter D & CH), Dr. Martin Werner (DB Bahnbau), Erwin Stocker (ROBEL, Geschäftsführer)

 

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